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Tradition seit über 850 Jahren

Über Klosta Pforta

Unsere Leidenschaft gilt Weinen, die Geschichten erzählen – von den Menschen, den Rebhängen und dem Handwerk der Vinifikation. Wie einst die Zisterzienser mit ihrem unermüdlichen Wirken eine beeindruckende Wein-Kulturlandschaft rund um Kloster Pforta schufen, so setzen auch wir uns mit Hingabe dafür ein, den Charakter unserer Region, unserer Weinberge und unserer Arbeit in jeder Flasche spürbar werden zu lassen.

Qualität kennt keine Kompromisse!

Diesen Leitsatz verfolgen wir in allen Bereichen mit dem Ziel, Sie zu begeistern. Es ist unser Anspruch, Ihnen authentische Winzerkunst erlebbar zu machen, in der sich Traditionsbewusstsein und Innovation verbinden. Jeder bringt sich in seiner Aufgabe vom Weinbau über den Weinkeller bis zum Vertrieb mit seinem Charakter ein. Das Ergebnis sind hervorragende Weine und tolle Erlebnisse, die wir und unsere Kunden mit dem Weingut in Verbindung bringen.

– Jörg Erdmann, Geschäftsführer

Saalhäuser · Gosecker Dechantenberg · Pfortenser Köppelberg

Unsere Weinberglagen

Bester Boden für feinste Gewächse

Saalhäuser

Bereits 1378 wurden die Weinberge der Saalhäuser erstmals urkundlich erwähnt – im Rahmen eines Schiedsspruchs zwischen Augustiner- und Zisterziensermönchen. Nach der Reformation befanden sich die begehrten Weinlagen über Jahrhunderte im Besitz des sächsischen Herrscherhauses. In den 1830er Jahren entstanden hier Musterweingärten, bevor die Saalhäuser gut einhundert Jahre später in staatlichen Besitz übergingen.

Heute bewirtschaften wir knapp zehn Hektar mit Blauem Zweigelt, Riesling, Spätburgunder und Weißburgunder. Südexponierte Hänge und wärmespeichernder Muschelkalk bieten ideale Bedingungen für charaktervolle Weine mit mineralischer Prägung, Finesse und klarer Struktur.

In den 1830er Jahren wurden auf Teilflächen des Berges Musterweingärten angelegt. Gut einhundert Jahre später wurden die Saalhäuser von der Regierung gekauft. Auf 9,6 Hektar besten Muschelkalkbodens ernten wir hier edelste Trauben vom Blauen Zweigelt, Riesling, Blauen Spätburgunder und Weißburgunder.

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Tausendjähriges Rebenjubiläum im Jahr 2080

Gosecker Dechantenberg

Mit seinen markanten Terrassenmauern aus Sandstein prägt der Gosecker Dechantenberg seit Jahrhunderten das Landschaftsbild über den Saalewiesen. Bereits seit 1080 ist hier Weinbau nachweisbar – zunächst unter der Obhut der Benediktiner, später im Besitz der Grafen von Goseck und seit 1903 in staatlicher Hand.

Nach der Reblauskatastrophe lag der Weinberg zunächst brach, bevor er im Zuge der Pfropfrebenforschung neu mit Reben bepflanzt wurde. Heute bewirtschaften wir hier drei Hektar in Südwestexposition.

Auf den warmen Buntsandsteinböden finden Riesling und Weißburgunder besondere Bedingungen. Die Lage bringt Weine mit intensiver, saftiger Frucht, feiner Spannung und unverwechselbarem Charme hervor.

Zu dieser Zeit lag der Berg aufgrund der Reblauskatastrophe brach und wurde erst im Rahmen der Pfropfrebenforschung wieder kultiviert. Auf dreieinhalb Hektar reinem Buntsandsteinboden in Südwestausrichtung fühlen sich heute Weißer Riesling und Weißer Burgunder wohl.

Lage in Google Maps

Eine besondere Lage für uralte Reben

Pfortenser Köppelberg

Der erste Weinberg, der von den Pfortenser Zisterziensermönchen im Jahr 1147 urkundlich belegt wurde, ist der Köppelberg. Der Name leitet sich her vom „Capa“, dem schützenden Übergewand der Mönche.

Die Gründer des Weinbergs sind seit der Reformation zwar Geschichte, doch heute pflegen wir auf dem Köppelberg ihre autochthonen Raritäten aus der alten Klosterzeit: zum Beispiel Blauer Silvaner oder Weißer Elbling. Zu den Hauptrebsorten der 14,1 Hektar Köppelberg zählen außerdem Riesling, Grauburgunder, Blauer Zweigelt und Blauer Portugieser.

Lage in Google Maps

Für unsere guten Tropfen haben sich schon die alten Mönche den Rücken krumm gemacht:

Zwar wurde Saale-Unstrut schon 998 als Weinregion beurkundet, aber richtig aufgerebt wurde dann ab 1138 mit der Gründung des Klosters Pforta. Die alten Zisterzienser beackerten die Gegend und machten aus Landschaft Lagen – immer getreu ihrer Maximen, dem «vita activa» mit einem ausgewogenen Verhältnis von «ora et labora».

Gen Ende des Mittelalters war für die Mönche Feierabend:

1540 verließ Petrus II. als letzter Abt mit seinen Getreuen das Kloster. Dafür kamen andere; zum Teil berühmte Persönlichkeiten wie Klopstock, Fichte oder Nietzsche. Denn im Zuge der Reformation ersetzte der sächsische Herzog Moritz den Abt durch einen Rektor und statt Wein wurden jetzt Klassiker gelesen; aus dem Kloster wurde eine Fürstenschule.

Die Weinberge dagegen wurden in sogenannte Halbberge umgewandelt: ein Teil für die bewirtschaftenden Bauern, der andere für die Fürsten in Dresden.

Nichts gegen Tierschutz, aber bei der Reblaus hört der Spaß auf:

Das galt in Preußen im Jahr 1899. Eine eigene «Staatliche Weinbauverwaltung» nahm den Kampf gegen den Schädling auf. Seinen Sitz hatte dieses Forschungsinstitut in den Saalhäusern, Versuchsflächen gab es im Naumburger Paradies und auf dem Gosecker Dechantenberg.

Auf die Reblaus folgte dann eine menschengemachte Katastrophe:

Nur mühsam erholte sich das Weingut an den Saalhäusern von den Verwüstungen des zweiten Weltkriegs. 1952 wurden alle ehemaligen preußischen Besitzungen im „Volkseigenen Weingut Naumburg“ zusammengefasst und es ging aufwärts.

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